Rezension: „Templin – Perle der Uckermark“

Meine Rezension zum Geschichts-Bildband „Templin – Perle der Uckermark“ von Siegfried Breyer und Ulrich Drewin.

Der Sutton Verlag aus Erfurt hat sich auf Veröffentlichungen aus dem lokal- und regionalhistorischen Bereich spezialisiert. So gibt es eine ganze Reihe von Publikationen über die Uckermark und auch den Barnim. Einige Bücher wurden ja hier bereits rezensiert.
Hier lesen Sie jetzt die Rezension zu „Templin – Perle der Uckermark“ in der Ausgabe von 2012.

Inhalt

Wie auch die anderen Bände dieser Reihe befasst sich dieses Buch mit der Geschichte der uckermärkischen Stadt Templin, die anhand von alten Photographien und Postkarten illustriert wird.

Die Abbildungen und Erläuterungen dazu sind in 8 Kapitel untergebracht, die in dieser Reihenfolge im Buch abgehandelt werden:

  1. Stadtrundgang (79 Bilder auf 40 Seiten)
  2. Handwerk, Handel & Gewerbe (48 Bilder auf 24 Seiten)
  3. Vereine & Sport (35 Bilder auf 18 Seiten)
  4. Schulen & Ämter (23 Bilder auf 12 Seiten)
  5. Das Posterholungsheim (16 Bilder auf 8 Seiten)
  6. Die Pionierbrücke (7 Bilder auf 4 Seiten)
  7. Der Waldhof (7 Bilder auf 4 Seiten)
  8. Der Bombenangriff 1944 (17 Bilder auf 9 Seiten)

8 Kapitel, wovon die Hälfte nicht einmal auf eine zweistellige Seitenzahl kommt, sind entweder zu viele Kapitel oder schlecht strukturiert. Nun muss man dazu wissen, dass hier im Gegensatz zu den anderen Büchern dieser Reihe der vorhandene Platz für Abbildungen vollumfänglich ausgenutzt wurde und die ergänzenden Texte auf ein Minimum reduziert worden sind. Somit besteht beispielsweise ein 4-Seiten Kapitel aus einer Coverseite mit der Überschrift und einer Abbildung, einer abschließenden Seite mit einem Bild, sowie einer Doppelseite mit jweils 2 Abbildungen, die jeweils den Platz der gesamten Seite einnehmen. Die einzigen erklärenden Textschnipsel bestehen aus den Bildunterschriften. Das ist einfach zu wenig, um eine Insitution oder eine Situation (z.B. Vereinsleben in der Stadt) angemessen und auch für Nichteinheimische verständlich und nachvollziehbar zu beschreiben.

Was hier (und auch in anderen Publikationen) schmerzlich vermisst wird sind Übersichtskarten, aus denen man sich die Entwicklung der Stadt und die Standorte der Geschäfte, Gebäude oder Straßen erschliessen kann.

Bei den eingescannten Postkarten stört mich, dass oftmals statt ergänzender Informationen so banale Angaben wie „verschickt von Lieschen Müller nach Hinterposemuckl“ aufgeführt sind. Der Erkenntnisgewinn solcher Angaben ist für den Leser gleich Null.

Design und Layout

Gestaltung von Templin - Perle der Uckermark

Gestaltung

Die Aufmachung und das Design ist in dieser gesamten Veröffentlichungsreihe immer gleich. Nachzulesen bei „Schwedt an der Oder„.
Die Papier- und Druckqualität sind sehr gut. Bei den Bildern Bei den Bildern gilt das gleiche, was bereits in der vorherigen Rezension dazu geschrieben wurde. Qualität richtet sich nach dem Zustand der eingescannten Quelle. Dafür dass viele Bilder ca. 100 Jahre und älter sind, sind Schärfe und Kontrast in Ordnung.

Fazit

Dieses Buch bietet mit 232 Abbildungen reichlich Anschauungsmaterial zu einer wahren Perle der Uckermark. Wer sich stadtgeschichtlich für Templin interessiert, wird hier nicht das Richtige vorfinden. Zu kurz und knapp die textlichen Erklärungen. Dafür lassen die ausgesuchten Photographien und Postkarten das alte Templin der Groß- und Urgroßeltern aufleben.
Mit 18,95 € im offenen Handel ist das Buch nicht günstig, gehört aber in die Bibliothek eines jeden Templiners.

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