Weihnachtsmärkte 2015 in der Uckermark

Welche Weihnachtsmärkte werden 2015 in der Uckermark abgehalten?

Hier findet ihr eine Übersicht über die mir bekannten Weihnachtsmärkte in der Uckermark 2015. Mit Ort, Datum und gebotenen Attraktionen.

Wer noch von anderen Weihnachtsmärkten weiß, kann mir das gern mitteilen. Sie werden dann hier mit aufgenommen, müssen allerdings eine gewisse Größe und Relevanz haben.
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Knapp 12 Mio Übernachtungen 2014 in Brandenburg

Wie jetzt auf vielen Kanälen zu lesen und zu hören ist, konnte das Bundesland Brandenburg 2014 im Vergleich zum Vorjahr seine Übernachtungszahlen um 3,5% auf 11,9 Millionen steigern.

Dennoch dürfte die überwiegende Mehrheit nur auf Kurz- bzw. Tagesbesuch unterwegs sein.

Zur Zusammensetzung: Den Quellen nach stammen über 90% der Touristen aus Deutschland, während bei den ausländischen Touristen die benachbarten Polen und die Niederländer (!) die größten Besuchergruppen bilden. Das relative Desinteresser ausländischer Touristen zeigt seit Jahren keine signifkaten Veränderungen.

In diesem Zusammenhang kann ich so einen Bericht des RBB nur als Satire betrachten: „Wie am Toten Meer“.

Besonders beliebt sind Fahrradtouren und das Camping.

Ein weiteres Ärgernis ist die fehlende Bereitschaft der Verantwortlichen, diese Zahlen von 2014 aufzuschlüsseln und zu gewichten bzw. zu beurteilen. Es wurde z.B. ja schon angedeutet, dass sich der Boom nur auf bestimmte Regionen beschränkt: Spreewald, Potsdam, Ruppiner Seenlandschaft, Der Raum Oder-Spree im Südosten Berlins – während es zu anderen Regionen deutliche Unterschiede geben dürfte.
Man kann also keine Entwicklung auf regionaler Basis aufzeigen und Verbesserungspotential benennen oder darauf aufbauend touristische Strategien oder Marketingkampagnen entwickeln.

Rezension: Mit der Apfelgräfin durch das Jahr

Landleben damals & heute

Die mittlerweile als „Apfelgräfin“ bekannte Unternehmerin Daisy Gräfin von Arnim hat wieder ein neues Buch veröffentlicht. Dieses Mal geht es durch die Jahreszeiten in der schönsten Landschaft Deutschlands: der Uckermark.

Erschienen ist das 176 Seiten starke Buch 2013 bei Francke-Buch und kostet regulär 14,95 €.

Was dieses Buch so interessant macht, sind die eingeflochtenen Berichte der Großmutter von Michael von Arnim. Diese Großmutter, ein Mitglied der märkischen Adelsfamilie von Arnim, lebte auf Gut Kröchlendorff in der Uckermark und hat später in Eigenregie ihre Erinnerungen aus den 1920er und 1930er Jahren veröffentlicht. Aus diesen Lebenserinnerungen von Schloss Kröchlendorff tauchen immer wieder Abschnitte in dieser Publikation auf. Die sind, das muss man leider ehrlich sagen, besser zu lesen, als die Texte der Apfelgräfin. Sie huldigen zwar einer längst vergangenen Zeit, zudem noch aus der Sicht des Landadels; aber die Authentizität der Schreibe entschuldigt die Banalitäten, die in diesen Textfragmenten zur Sprache gebracht werden. Schließlich erhält man damit auch einen Einblick in eine Zeit, die so nicht mehr wiederkommt. Ich habe gerade diese Passagen mit Interesse gelesen, denn wenn Frau von Bernuth (die besagte Großmutter) von den zu erledigenden Arbeiten berichtet, dann merkt man erst einmal, wie technikverwöhnt wir heute sind, wie einfach wir es in vielen Bereichen haben. Im Winter auf die zugefrorenen Seen und Teiche, Eis schlagen und auf Schlitten nach Hause in den Eiskeller fahren, damit damit im Frühling/Sommer der Eisschrank befüllt werden kann – wer kann sich heute noch so etwas vorstellen?

Dies als Aufhänger nutzend, berichtet auch die Apfelgräfin aus ihrem Leben, ihrer Arbeit im Jahresverlauf auf dem Lande. Dazu gibt es, wie soll man es nennen, Lebensweisheiten, Rezepte und Dekorations-/Bastelideen für den Leser. Das Ganze ist mit einer Vielzahl von Photos garniert, die leider zu einem nicht unerheblichen Anteil nicht von der Autorin selbst stammen, sondern bei Bildagenturen gelistet sind. Das entlockt mir zumindest ein: Hm. Zumal dadurch die Qualität der Bilder schwankt. Es sind durchaus einige professionelle Photos enthalten, aber bei vielen Detail- und auch Innenaufnahmen ist die Beleuchtung völlig unzureichend.

Das Buch ist außerordentlich gut aufgemacht. Es hat mit seiner fast quadratischen Größe genau das richtige Format für diese Art von Veröffentlichung. Der Einband ist sehr stabil und die Bindung macht auch einen guten Eindruck. Das schwere, weiße Hochglanzpapier lässt sowohl Schrift als auch Bildmaterial gut zur Geltung kommen. Die Schrifttype hätte ich mir etwas größer gewünscht.

Wermutstropfen

So, diesen Schwachpunkt des Buches muss ich jetzt leider ansprechen:

Es wäre eine wirklich gut gestaltete und ansprechende Buchveröffentlichung, wenn Frau Gräfin nicht ihr religiöses Sendungsbewusstsein so stark zum Ausdruck bringen würde. Gottvertrauen und christliche Werte – alles schön und gut, aber hier liest es sich einfach nur aufdringlich und fehl am Platze. Ist es ein nachvollziehbarer Glaube, der sich aufgrund von vielen Auseinandersetzungen tief manifestiert hat? Nein. Es hat eher etwas von einer kindlichen und unhinterfragten Frömmigkeit, die hauptsächlich auf einem sehr verzerrten Jesusverständnis beruht. So etwas ähnliches erlebe ich z.B. oft in Gebieten wie der Oberpfalz. Es gibt da bspw. in Regensburg eine Kapelle, in der die Jungfrau Maria mit Sinnlos-Wünschen wie „mach, dass ich in der Deutschklausur mindestens eine 4 schaffe“ bombardiert wird. Nur hier ist es ihr Sohn, der alles, aber auch alles, richten und zum Guten wenden soll.
Die Uckermärker haben von jeher selbst die Ärmel hochgekrempelt und lieber selbst drei Handschläge getan, als einmal gebetet. Von daher bringt diese geschriebene Missionstätigkeit einen irritierenden Unterton in das Buch, der meiner Ansicht nach, den eigentlich ganz guten Eindruck kippen lässt.

Fazit

Ein wirklich schönes Buch, das zwar nicht viel Neues aus dem Hause Lichtenhain und seiner Chefin, der Apfelgräfin, bietet – aber als Geschenk durchaus reizvoll ist. Der religiöse Unterton im Buch könnte einige Leser irritieren, aber es finden sich sicher auch welche, die genau darin das Besondere dieser Publikation sehen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier mehr als in Ordnung